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Während des Winters leiden unsere Schleimhäute durch die trockene Heizungsluft. Um Krankheitserreger abzuwehren und uns vor Erkrankungen zu schützen, sollten sie befeuchtet werden. Eine gute Möglichkeit bietet hier die Malve mit ihrem Schleimstoffen.

Tipps & Erfahrungen: Malvenmazerat

Empfehlenswert ist ein Kaltauszug (Mazerat). Bei der Anwendung als Tee gehen die Schleimstoffe verloren. Entweder pflückt und trocknet man die Blüten selbst, oder man besorgt sich Flores Malvae silvestries in einer Kräuterhandlung. Die getrockneten Blüten lässt man 1 bis 2 Stunden in kaltem Wasser ziehen (2 TL auf ein ¼ l Wasser) und seiht sie anschließend ab. Der Kaltwasserauszug der Malve hat eine wunderschöne tiefblaue Farbe und ist mit seinem würzigen Aroma sehr wohlschmeckend. Man sollte ihn im Kühlschrank aufbewahren, aber noch am selben Tag bei Zimmertemperatur trinken – am besten 1 - 2 Tassen über den Tag verteilt. Da sich die Schleimstoffe der Malve auch auf die Schleimhäute des Verdauungstraktes legen, kann dies die Aufnahme der Nahrungsbestandteile in unserem Verdauungsapparat vermindern. Deshalb sollte man mindestens 1 Stunde Abstand zum Essen einhalten.

Den Kaltauszug kann man auch bei trockener Nase mit einer Pipette (1 bis 2 Tropfen) ins Nasenloch träufeln. Bei trockenem Husten, einer Reizung der Magenschleimhaut, trockenen Augen und Heuschnupfen kann er ebenfalls sehr nützlich sein. Auch bei trockener Haut und Neurodermitis können Waschungen mit dem Malven-Kaltauszug helfen. Für eine schöne Gesichtshaut trägt man ihn auf die gereinigte Haut auf und verwendet anschließend die übliche Creme.

 

Christine Schulze, Heilpraktikerin